Sommerlager

Für das Sommerlager (traditionell immer in der ersten vollen Augustwoche) sind einige Ausrüstungsgegenstände erforderlich. Die Biber fahren noch nicht auf das einwöchige La­ger. Die Wichtel und Wölflinge schlafen in befestigten Häusern, ab den Guides und Spähern wird im Zelt übernachtet.

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Schlafsack

Ein guter Schlafsack kann einen über die ganze Pfadizeit begleiten. Wer damit jedes Jahr auf Sommerlager und zwei Wochenendlager fährt, verbringt damit etwa fünf Monate im Schlafsack. Grund genug, den Schlafsack sorgfältig auszuwählen.

Im Handel werden verschiedene Formen wie rechteckige Deckenschlafsäcke und Mumienformen angeboten. Wir raten zu einem Mumienschlafsack, weil dieser durch das engere Fußteil besser warm hält und das Packmaß kleiner ist. In Bezug auf den Temperaturbereich ist lediglich der Komfortbereich ausschlaggebend. Im Extrembereich bietet ein Schlafsack nur noch Schutz gegen das Erfrieren, wärmt aber nicht mehr. Der Komfortbereich sollte etwa bei +5 bis +25° C liegen.

Es zahlt sich auf alle Fälle aus, in einen guten Schlafsack zu investieren. Dieser wird dann auch entsprechend länger Freunde bereiten.

Unterlagsmatte

Spätenstens ab den Guides und Spähern wird auf Lagern eine Unterlags- oder Isomatte benötigt. Diese wird bei Über­nachtungen in Zelten unter den Schlafsack gelegt und bietet einerseits Komfort für den Rücken, andererseits auch Schutz vor kal­tem Boden.

Beim Kauf kann man ohne schlechtes Gewissen auf billige Schaumstoffmatten zurückgreifen. Sie bieten ausreichend Isolierung. Wer auf Komfort Wert legt, sollte ein wenig in eine Schaumstoffmatte besserer Quali­tät investieren. Die Qua­li­täts­spitze der Matten sind selbst­auf­bla­sen­de Camp­ingmatratzen. Diese Matten haben den Nachteil, dass sie schwe­rer als Schaum­stoffmatten sind, dafür haben sie ein kleines Packmaß. Gute Isomatten gibt es sehr günstig in jedem Sportgeschäft.

Von Badeluftmatratzen raten wir explizit ab, da diese leicht kaputt gehen und keine Isolation gegen kalten Boden haben.

Rucksack

Ein Rucksack (Tramper) ist ein Muss! Oft ist eine Anreise direkt zum Lagerplatz mit dem Bus oder der Bahn nicht möglich und das Gepäck muss eine kurze Strecke ge­tragen werden. Auf einer Wanderung be­nötigt man Schlafsack, Matte und Kleidung mit. Eine Wanderung mit Taschen oder gar einem Koffer zu versuchen ist sinnlos.

Zwar ist ein kleiner Schulrucksack, ein so ge­nanntes Daypack, auf Lager durchaus sinnvoll (z.B. für einen Ausflug), für den Ge­päcktransport eignen sich jedoch nur Trek­kingrucksäcke, die ein Fas­sungs­vo­lu­men von mindestens 50 Litern haben. Von Aus­sen­gestellrucksäcken können wir auf Grund unserer Erfahrung nur abraten; gerade bei längeren Wanderungen kann das Gestell fürchterlich zu drücken beginnen.

Komfortabler und technisch ausgereifter sind Innengestellrucksäcke. Praktisch sind Seitentaschen, um schnell benötigte Dinge wie Geld oder Taschenlampe greifbar zu haben. Unbedingt Wert gelegt werden soll­te auf Hüft- und Brustgurt, die die Last bes­ser verteilen.

Fahrtenmesser

Das Fahrtenmesser ist am Lager ein sehr praktisches Werkzeug. Man kann damit Holz schneiden, Seile kürzen, essen und schnitzen. GuSp dürfen am Lager ein kleines Taschenmesser benutzen.

Ab den Caravelles und Explorern gibt es im Normalfall keine Beschränkungen mehr. Beim Kauf eines Messers sollte man auf die Beschaffenheit des Stahls achten. Manche Stähle eignen sich z.B. nicht zum Holzhacken. Auf eine Säge und ähnliche Spielereien am Messer­rücken kann man verzichten, eine echte Säge führt schneller zum Ziel. Außerdem ist die Qualität dieser Sägen sehr gering.

Weiters ist wichtig, dass das Messer mit einer guten Gürtelhalterung ausgestattet ist, damit es beim Arbeiten am Lagerplatz nicht versehentlich herausfallen kann. Generell gilt natürlich, dass Messer keine Spielzeuge sind und dass nur ver­ant­wor­tungs­voll mit ihnen gearbeitet wird.